SPD-Fraktion begrüßt interfraktionelle Zusammenarbeit bei dem Thema.

Die SPD-Fraktion begrüßt es, dass sich interfraktionell Gedanken über den Radverkehr in Kettwig gemacht wird. „Das bietet die Chance, ein paar altbekannte Probleme direkt mit zu lösen und damit für ein bisschen mehr Harmonie zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern zu sorgen. Verständnis, Toleranz und Rücksicht sind der erste Grundstein für eine Verkehrswende. Die Verkehrsprobleme werden wir nur gemeinsam und nicht gegeneinander lösen. Es ist ein gutes Signal, dass die politischen Kräfte hier vor Ort bei dem Thema Hand in Hand mit der Verwaltung und den Kolleginnen und Kollegen aus dem Rat arbeiten“, so der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung IX Daniel Behmenburg. Konkret nennt der Bezirkspolitiker dabei beispielhaft folgende für die SPD-Fraktion wichtige Themen bei der geplanten Anbindung vom Ruhrtalradweg an den Panoramaradweg:

Der Tunnel als Verbindungsstück zwischen Heiligenhauser Straße und Sengenholzer Weg ist für Fußgänger, Radfahrer und auch Autofahrer gefährlich. Diese Stelle ist absolut uneinsichtig. Hier muss für eine bessere Beleuchtung gesorgt werden. Außerdem muss durch entsprechende Einbauten oder andere Maßnahmen die Geschwindigkeit an dieser Stelle verlangsamt und die Aufmerksamkeit erhöht werden.

Auf der Heiligenhauser Straße in Höhe der Kita kommt es häufig zu brenzligen, insbesondere für Fußgänger gefährlichen, Situationen. Das hat vielfach mit der Beparkung an dieser Stelle zu tun, aber auch mit schnell aus dem Kreisverkehr ausfahrenden Fahrzeugen. Diese Stelle muss dringend überplant und entschärft werden.

Eine geplante Verbindung zum Ruhrtalradweg könnte parallel zur August-Thyssen-Straße verlaufen. Das würde die Ringstraße vom Kreisverkehr bis zur Werdener Straße erheblich entlasten. Radfahrer hätten eine attraktive und landschaftlich schöne alternative Variante der Anbindung. Viele Freizeitradler würden dafür bestimmt einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Die häufigen Zusammenstöße zwischen Radfahrern und Fußgängern auf dem Fußweg an der Ringstraße würden dann in vielen Fällen der Vergangenheit angehören. Dadurch würden auch die Volckmar- und die Arndtstraße entlastet.

Wir begrüßen es auch, dass am Promenadenweg das Provisorium nun durch eine durchdachte Lösung ersetzt werden soll. Dabei gibt es ein paar Leitlinien für uns. 

So charmant die Idee einer autofreien Promenade ist – das würde die Bachstraße vor nicht zu lösende Probleme stellen. Auch die Verwaltung hat hierfür keine Lösung. Diese Variante kommt also nicht in Frage.

Wir müssen uns deshalb überlegen, wie wir die Verkehrsteilnehmer so sortieren, dass Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer gut miteinander auskommen können. Dabei gibt es zwei Varianten. Man könnte die Fahrradfahrer auf den sehr großzügigen Weg an den Häusern verlagern und für die Fußgänger den Weg direkt am Wasser reservieren. Das hatte die SPD-Fraktion schon als kurzfristige Lösung im September 2019 vorgeschlagen. Oder man vergrößert wie von der Verwaltung vorgeschlagen als zweite Variante die Straße dadurch, dass man das Parken halbseitig auf dem großen Gehweg zulässt. Natürlich nur dort, wo es passt. Das könnte ein paar wenige Parkplätze kosten, würde aber die Straße breit genug für die eigentlich angedachte Fahrradstraße machen.

Der durchgehende Fußweg am Ufer muss auch in dem Bereich des Tretbootverleihs wieder hergestellt werden. Fußgänger müssen momentan zwei Mal die Straße kreuzen. An dieser Stelle muss zugunsten der Fußgänger gedacht werden, die gerade an den Wochenenden den Weg sehr zahlreich nutzen.

Am Promenadenweg kann aber nicht Schluss sein, der Leinpfad in Richtung Werden und auch in Richtung Mülheim bedürfen in der Zukunft einer Betrachtung, wie wir dort ein gutes Miteinander aller Nutzer hinbekommen.

Das sind nur ein paar Gedanken und Diskussionsimpulse von uns. Wir freuen uns, diese Themen weiterhin mit den Kolleginnen und Kollegen der Bezirksvertretung, des Bau- und Verkehrsausschusses und der Verwaltung anzugehen. Ideen und Anregungen aus der Bürgerschaft zu diesem Thema begrüßen wir sehr. Wie stellen Sie sich den Verkehr der Zukunft an diesen Stellen vor? Kommen wir ins Gespräch!


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