SPD Kettwig begrüßt Kurskorrektur der Stadtspitze und sieht sich auf ihrem Weg bestätigt.
Eine Verwaltungsvorlage zur Aufhebung der Kettwiger Ortssatzung für den Bereich um den Kemmansweg hat in den letzten Wochen nicht nur bei betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern, sondern bei vielen Kettwigern für Unruhe gesorgt. Vollkommen zurecht, befand die SPD in Kettwig bereits ab dem ersten Tag, sollte hier doch ersatzlos ein Stück Identität der Gartenstadt gestrichen werden. Die Kettwiger Sozialdemokraten stellten sich deshalb sehr entschlossen an die Seite der Bürgerinitiative.
Die SPD Kettwig begrüßt ausdrücklich die Entscheidung der Stadt Essen, die Vorlage zur Aufhebung der Ortssatzung für Teile Kettwigs zurückzuziehen. „Damit wird einem Anliegen vieler Anwohnerinnen und Anwohner, aber auch vieler heimatverbundener Kettwiger, Rechnung getragen und ein wichtiger Schritt hin zu einem konstruktiven und dialogorientierten Verfahren gemacht. Die Rücknahme war aber auch alternativlos, hätte die Verwaltung mit dieser Vorlage nach dem klaren Nein der SPD-Fraktion im Stadtrat auch eine herbe Bruchlandung erlebt“, so der stellvertretende Vorsitzende der SPD Kettwig Jan Robert Belouschek.
„Die Rücknahme der Vorlage ist ein gutes und wichtiges Signal. Sie zeigt, dass Hinweise aus der Bürgerschaft ernst genommen werden und Politik gemeinsam mit den Menschen vor Ort nach tragfähigen Lösungen sucht. Die SPD in Kettwig hatte deshalb frühzeitig klargestellt, dass sie alles politisch Machbare gegen eine ersatzlose Aufhebung unternehmen wird“, ergänzt Vorstandsmitglied Susanne Kemper.
„In den vergangenen Wochen hatte ich intensive Gespräche mit betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern, letztmalig am Montag zusammen mit unserem Fraktionsvorsitzenden Philipp Rosenau. Wir haben deutlich gemacht, dass die SPD-Fraktion der Satzungsaufhebung nicht zustimmen wird. Eine ersatzlose Aufhebung würde weder dem besonderen Charakter Kettwigs noch den berechtigten Interessen der Menschen vor Ort gerecht. Diese Position haben wir als mehrheitsbildende Fraktion auch klar gegenüber der Verwaltung kommuniziert. In den Gesprächen wurde aber deutlich, dass die Ortssatzung aus dem Jahr 1955 nicht mehr die Grundlage für eine Planung auf der Höhe der Zeit im Jahr 2026 sein kann“, so der Kettwiger Ratsherr Daniel Behmenburg.
„Stadtentwicklung auf der Höhe der Zeit heißt nicht, bewährte Regelungen einfach zu streichen. Es geht darum, gemeinsam zu schauen, was sich verändert hat, welche Anforderungen heute bestehen und wie man bestehende Satzungen sinnvoll und behutsam modernisieren kann. Mit der Rücknahme der Vorlage ist nun der Weg frei für genau diesen Ansatz: einen offenen, transparenten Prozess, der die Anwohnerinnen und Anwohner aktiv einbezieht und das Ziel verfolgt, den besonderen Charakter Kettwigs zu bewahren und zugleich zukunftsfest weiterzuentwickeln“, so Daniel Behmenburg weiter.
„Die SPD Kettwig versteht die Entscheidung ausdrücklich nicht als Ende, sondern als Anfang eines gemeinsamen Gestaltungsprozesses: Wir wollen nicht nur sagen, was wir nicht wollen. Wir nehmen unseren Gestaltungsanspruch vor Ort ernst und werden uns gemeinsam mit den Betroffenen die Zeit nehmen, um tragfähige und zeitgemäße Lösungen zu entwickeln“, so Susanne Kemper abschließend.
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